Gruppe 2
A4, karriert 40 Blatt
INHALTSVERZEICHNIS
| Aufgabe | Seite |
|---|---|
| AUFGABE 1 | SEITE 1 |
| AUFGABE 2 | SEITE 7 |
| AUFGABE 3 | SEITE 8 |
| AUFGABE 4 | SEITE 11 |
| AUFGABE 5 | SEITE 15 |
| AUFGABE 6 | SEITE 17 |
| AUFGABE 7 | SEITE 19 |
| AUFGABE 8 | SEITE 23 |
| ANGABE | SEITE 29 |
AUFGABE 1
a) Geben Sie eine Übersicht über die Berechnung von Kennzahlen. Stellen Sie dabei einen Bezug zur Bilanz und G&V, sowie auf weitere relevante Parameter her.
Finanzwirtschaftliche Kennzahlen: Informationsgewinnung über Kapitalverwendung (Investitionsanalyse), Kapitalaufbringung (Finanzierungsanalyse), Zusammenhang zwischen Kapitalaufbringung/-verwendung (Liquiditätsanalyse).
Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen: Einblick in die Ertragskraft von Unternehmen (Ergebnis-, Rentabilitäts- und Break-Even-Analyse) verbessern.
Investitionsanalyse
Anlagenintensität:
- Je niedriger dieser Wert ist, desto flexibler kann sich das Unternehmen an unterschiedliche Auslastungen anpassen.
- Hier: "Mittel"
Umlaufintensität:(Anmerkung: Im Bild steht 107.800 / 139.300 = 76,81%, aber 100 - 22,61 = 77,39. Ich bleibe beim Textwert aus dem Bild, falls dort andere Zahlen stehen.)
- Je höher dieser Wert ist, desto leichter kann sich im Allgemeinen das Unternehmen an Beschäftigungsschwankungen anpassen. Ein zu hoher Wert kann jedoch auch auf überhöhte Lagerbestände hinweisen.
Finanzierungsanalyse
Eigenkapitalquote:
- Je höher dieser Wert ist, desto größer ist die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens.
- Hier: "Gut"
Fremdkapitalquote:
- Je höher dieser Wert ist, desto höher ist sein Risiko, sowie seine Abhängigkeit von fremden Kapitalgebern und umso größer sind die Zinsbelastungen des Unternehmens.
- Fremdkapital = Rückstellungen + Verbindlichkeiten
Fiktive Schuldentilgungsdauer:
- Je kürzer die Schuldentilgungsdauer ist, desto liquider erscheint das Unternehmen.
- Cashflow - Berechnung:
- 19.500,- Jahresüberschuss
- 7.200,- Abschreibungen
- = 26.700,-
- Hier: "Gut"
Beziehung zwischen Vermögen und Kapital
Anlagendeckung / "Goldene Finanzierungsregel":
- Da das Anlagevermögen langfristig finanziert werden soll, darf die Anlagendeckung nicht unter 100% sinken.
- Langfristiges Kapital = Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital (Darlehen)
- Hier: "Gut"
Umschlagskennzahlen
Lagerumschlagshäufigkeit:
- Je höher dieser Wert ist, d.h. je öfter die Waren verkauft werden, desto geringer ist die Gefahr des Verderbs und der modischen oder technischen Entwertung der Waren und desto kleiner ist das im Lager gebundene Kapital.
- Durchschnittslager = (Anfangsbestand + Endbestand) / 2
Lagerumschlagsdauer:
- Eine kurze Lagerdauer besagt, dass die Waren schnell wieder in liquide Mittel umgewandelt werden.
- Hier: "Gut"
Debitorenumschlagshäufigkeit:
- durchschnittliche Lieferforderungen = (Anfangsbestand + Endbestand) / 2
Debitorenumschlagsdauer:
- Eine niedrige Debitorenumschlagsdauer kann kurzzeitige Zahlungsschwierigkeiten ausgleichen. Umgekehrt kann eine hohe Debitorenumschlagsdauer zu Zahlungsschwierigkeiten und zur Liquidität führen.
- Hier: "Gut"
Kreditorenumschlagshäufigkeit:
- durchschnittliche Lieferverbindlichkeiten = (Anfangsbestand + Endbestand) / 2
- Lieferungen an uns = Wareneinsatz + Warenvorrat 2025 - Warenvorrat 2024
Kreditorenumschlagsdauer:
- Eine steigende Kreditorenumschlagsdauer bedeutet, dass anstelle der (günstigen) Kreditfinanzierung die (teure) Lieferantenfinanzierung verwendet wird.
- Der Wert sollte dann niedrig sein, wenn Lieferanten attraktive Skonti gewähren.
- Hier: "Gut"
Kapitalumschlagshäufigkeit:
- Je höher dieser Wert ist, desto produktiver wird das investierte Kapital eingesetzt. Bei einer Kapitalumschlagshäufigkeit z.B. von 2 mal wird € 1,- des eingesetzten Kapitals ein Umsatz von € 2,- erzielt.
- durchschnittliches Gesamtkapital = (Anfangsbestand + Endbestand) / 2
Liquiditätsanalyse
Liquidität 2. Grades (Quick Ratio):
- Für die Liquidität 2. Grades gilt im Allgemeinen, dass bei einem Wert größer als 100% die Liquidität als ausreichend angesehen werden kann.
- kurzfristig gebundenes Vermögen = Lieferforderungen + sonstige Forderungen = 32.600,-
- kurzfristige Verbindlichkeiten = Rückstellungen (50% kurzfristig) + Lieferverbindlichkeiten = 46.750,-
- Hier: "Mittel"
Working Capital: Umlaufvermögen (ohne ARA) - kurzfristige Verbindlichkeiten =
- Ein positives Working Capital wird im Allgemeinen als günstig angesehen. Es sollte möglichst 30% bis 50% des Umlaufvermögens betragen.
Operativer Cashflow:
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 19.500,- |
| + Abschreibungen vom Anlagevermögen | 7.200,- |
| = Cashflow aus dem Ergebnis | 26.700,- |
| - Zunahme (+ Abnahme): | |
| Warenvorrat | + 1.200,- |
| Lieferforderungen | - 3.000,- |
| sonstige Forderungen | - 600,- |
| ARA | - 500,- |
| + Zunahme (- Abnahme): | |
| Lieferverbindlichkeiten | + 41.600,- |
| kurzfristige Rückstellungen | + 750,- |
| Operativer Cashflow | 67.150,- |
Cashflow (Praktiker-Formel): Jahresüberschuss + Abschreibungen = 26.700,-
Cashflow in Prozent der Betriebsleistung:
- Je höher dieser Wert ist, desto mehr Geldmittel stehen für Investitionen, zur Tilgung von Verbindlichkeiten usw. zur Verfügung.
- Hier: "Schlecht"
Aufwandskennzahlen
Material- bzw. Warenintensität:
- Je niedriger desto besser.
- Die Entwicklung der Material- bzw. Warenintensität ist über eine Zeitspanne von mehreren Jahren zu betrachten.
- Hier: "Schlecht"
Personalintensität:
- Die Personalintensität ist eine sehr aussagekräftige Kennzahl, da der Erfolg eines Unternehmens in der Regel stark von der Entwicklung des Personalaufwandes abhängt. Sie ist häufig relativ rasch beeinflussbar.
- Hier: "Gut"
Umsatzkennzahlen
Umsatz je Beschäftigten:Umsatz je Arbeiter:
Ergebniskennzahlen
Handelsspanne:
- Bruttogewinn = Erlöse - Wareneinsatz = 132.700 €
Rohaufschlag:
- Bruttogewinn = Erlöse - Wareneinsatz = 132.700 €
Rentabilitätsanalyse
Rentabilität des Eigenkapitals:
- durchschnittliches Eigenkapital = (Anfangsbestand + Endbestand) / 2
- Hier: "Gut"
Rentabilität des Gesamtkapital:
- Je höher, desto besser.
- Ergebnis vor Steuern = 19.500,-
- Fremdkapitalzinsen = 2.400,-
- durchschnittliches Gesamtkapital = (Anfangsbestand + Endbestand) / 2 = 136.250,-
- Hier: "Gut"
Umsatzrentabilität:
- Je größer das Unternehmen ist, desto niedriger ist in der Regel die Umsatzrentabilität.
- Hier: "Mittel"
Return on Investment (ROI): Umsatzrentabilität Kapitalumschlagshäufigkeit =
- Hier: "Gut"
Bezug zur Bilanz: Mit Hilfe der Bilanz können zu Jahresende Kennzahlen berechnet werden (Finanzwirtschaftliche Kennzahlen). Da jedoch meistens mit der Schlussbilanz gerechnet wird, kann es zu veralteten Daten führen. Es würde sich anbieten, Zwischenbilanzen zu erstellen, was jedoch auch mehr Arbeitsaufwand bedeutet.
Bezug zur G&V: Die Gewinn- & Verlustrechnung spielt auch eine entscheidende Rolle beim Thema Kennzahlen. Mit Hilfe dieser können Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen berechnet werden.
Bezug zu anderen Parametern: Beachtet müssen die kurzfristigen Rückstellungen werden. Weitere Parameter sind von Bedeutung, je nachdem um welche Kennzahl es sich handelt.
b) Erstellung der multiplen Diskriminanzanalyse und Ermittlung der Diskriminanzfunktion. Was bedeutet das Ergebnis?
| Kennzahl | Formel | Kennzahlberechnung | Kennzahlwert | Gewichtungsfaktor | gewichtete Kennzahl |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 0,30 | 1,5 | 0,45 | ||
| 2 | 1,57 | 0,08 | 0,13 | ||
| 3 | 0,14 | 10 | 1,40 | ||
| 4 | 0,03 | 5 | 0,16 | ||
| 5 | 0,10 | 0,3 | 0,03 | ||
| 6 | 4,25 | 0,1 | 0,42 | ||
| Diskriminanzfunktion | > 3,0 Extrem gut > 2,2 Sehr gut > 1,5 Gut > 1,0 Mittelgut > 0,3 Schlecht 0,3 Leicht insolvenzgefährdet 0,0 Insolvenzgefährdet -1,0 Stark insolvenzgefährdet | 2,60 |
Es liegt keine Insolvenzgefährdung vor.
c) Sind Ihnen weitere Methoden zur Unternehmensbeurteilung bekannt? Welche? Erklären Sie diese kurz.
SWOT-Analyse: Mithilfe der SWOT-Analyse wollen Unternehmen:
- Stärken (Strengths) ausbauen
- Schwächen (Weaknesses) verringern
- Chancen (Opportunities) nutzen
- Risiken (Threats) identifizieren
Benchmarking: Hier wird die Leistung des Unternehmens mit den Leistungen der Vergangenheit verglichen. So können Verbesserungspotenziale identifiziert werden.
Prüffragenkatalog: Wird auch Schwachstellenkatalog genannt. Hiermit können tatsächlich vorhandene und komplexe Mängel verstanden werden. Dabei wird auch die Nichtbeachtung organisatorischer Grundsätze bedacht.
Quicktest: Der Quicktest ist ein Schnelltest, an dem nur 4 Kennzahlen herangezogen werden. Dadurch kann in der Praxis eine rasche Beurteilung der Ertragskraft und der finanziellen Stabilität des Unternehmens erfolgen. Zur Beurteilung wird ein Schulnotensystem herangezogen und aus diesen 4 Noten der Durchschnitt gebildet.
- Eigenmittelquote, Fiktive Schuldentilgungsdauer, Cashflow in Prozent der Betriebsleistung, Rentabilität des Gesamtkapitals.
Multiple Diskriminanzanalyse: siehe b) Diese wird verwendet, zur Früherkennung möglicher Insolvenzgefahren. Die Diskriminanzfunktion ermöglicht eine Klassifikation, ob das Unternehmen insolvenzgefährdet ist oder nicht. Es werden 6 Kennzahlen berechnet, die mit einem vorgegebenen Gewichtungsfaktor multipliziert werden. Anschließend werden diese Werte addiert und diese Summe als Diskriminanzfunktion bezeichnet.
AUFGABE 2
a) Treffen Sie eine rechnerische, nachvollziehbare Entscheidung auf Basis der Kapitalwertmethode für eine Alternative.
System X
| Jahr | Anschaffungswert | Kostenersparnis | Restwert | Wert | Abzinsungsfaktor | Barwerte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | -50.000,- | - | - | -50.000,- | 1,- | -50.000,- |
| 1 | 5.000,- | -45.000,- | 0,9259 | -41.666,67 | ||
| 2 | 5.000,- | -40.000,- | 0,8573 | -34.293,55 | ||
| 3 | 5.000,- | -35.000,- | 0,7938 | -27.784,13 | ||
| 4 | 5.000,- | -30.000,- | 0,7350 | -22.050,90 | ||
| 5 | 5.000,- | -25.000,- | 0,6806 | -17.014,58 | ||
| 6 | 5.000,- | -20.000,- | 0,6302 | -12.603,90 | ||
| 7 | 5.000,- | 7.000,- | -8.000,- | 0,5835 | -4.667,92 |
- Wert = Wert des Vorjahres + Kostenersparnis
- Abzinsungsfaktor =
- Barwert = Wert Abzinsungsfaktor
System Y
| Jahr | Anschaffungswert | Kostenersparnis | Restwert | Wert | Abzinsungsfaktor | Barwerte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | -40.000,- | - | - | -40.000,- | 1,- | -40.000,- |
| 1 | 6.000,- | -34.000,- | 0,9259 | -31.481,48 | ||
| 2 | 6.000,- | -28.000,- | 0,8573 | -24.005,49 | ||
| 3 | 6.000,- | -22.000,- | 0,7938 | -17.464,31 | ||
| 4 | 6.000,- | -16.000,- | 0,7350 | -11.760,48 | ||
| 5 | 6.000,- | -10.000,- | 0,6806 | -6.805,83 | ||
| 6 | 6.000,- | -4.000,- | 0,6302 | -2.520,68 | ||
| 7 | 6.000,- | 3.000,- | 5.000,- | 0,5835 | 2.917,45 |
System Y sollte gewählt werden, da der letzte Barwert größer als 0 ist.
b) Erläutern Sie den Einfluss des gewählten Kalkulationszinssatzes auf Ihr Ergebnis.
Der Kalkulationszinssatz von 8% hat einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis, da er die Abzinsung zukünftiger Ein- und Auszahlungen bestimmt. Ein hoher Zinssatz führt zu einer stärkeren Abzinsung der zukünftigen Zahlungen, wodurch die späteren Einzahlungen im Vergleich zur Gegenwart weniger stark ins Gewicht fallen. Das kann dazu führen, dass der Kapitalwert sinkt und eine Investition weniger attraktiv erscheint. Ein niedriger Zinssatz reduziert die Abzinsung, wodurch künftige Zahlungen einen höheren Einfluss auf den Kapitalwert haben. Dadurch kann eine Investition attraktiver werden.
Bei System X: höherer Restwert wirkt sich bei einem niedrigen Zinssatz positiver aus. Bei System Y: geringere Anfangsinvestition und ein geringerer Restwert bedeuten, dass ein höherer Zinssatz die geringeren zukünftigen Zahlungen weniger stark belastet, was System Y relativ attraktiv macht.
c) Welche anderen statischen und dynamischen Verfahren kennen Sie?
- statische Verfahren: Kostenvergleich, Rentabilitätsvergleich, statische Amortisationsdauer
- dynamische Verfahren: dynamische Amortisationsdauer, interner Zinsfuß, (Kapitalwertmethode)
AUFGABE 3
a) Scheiden Sie zunächst alle Alternativen aus, die den Mindestanforderungen nicht entsprechen. Typ 3 scheidet aufgrund eines zu hohen Preises und geringe Handlichkeit aus. Typ 5 scheidet aufgrund eines zu hohen Preises und zu hoher Reparaturanfälligkeit aus.
b) Erstellen Sie eine neue, um die ausgeschiedenen Busse verminderte Tabelle.
| Kleinbus | Typ 1 | Typ 2 | Typ 4 |
|---|---|---|---|
| Preis | € 20.000,- | € 25.000,- | € 22.000,- |
| Dieselverbrauch | 6,3 l/100 km | 9,56 l/100 km | 7,7 l/100 km |
| Servicekosten | € 200,- | € 500,- | € 700,- |
| Handlichkeit | Groß | Groß | Sehr Groß |
| Reparaturanfälligkeit | Gering | Sehr Gering | Gering |
c) Bewerten Sie die einzelnen Merkmale in Punkten (5-stufige Skala). Sie müssen dazu die quantitativen Daten in Punkte umrechnen. Verwenden Sie dazu folgende Angaben als Anhaltspunkte:
- Dieselverbrauch: sehr gering: unter 7 l/100 km; sehr hoch: über 12 l/100 km
- Servicekosten: sehr gering: € 200,-; sehr hoch: € 1.000,-
- Preis: sehr gering: € 15.000,-; sehr hoch: € 35.000,-
Folgende Skalen wurden für die Bewertung gewählt: (5 Sehr Gut)
| Dieselverbrauch | Punkte |
|---|---|
| 7 l/100 km | 5 |
| < 8 l/100 km | 4 |
| 9 - 10 l/100 km | 3 |
| < 11 l/100 km | 2 |
| 12 l/100 km | 1 |
| Servicekosten | Punkte |
|---|---|
| € 200,- - € 360,- | 5 |
| € 361,- - € 520,- | 4 |
| € 521,- - € 680,- | 3 |
| € 681,- - € 840,- | 2 |
| € 841,- - € 1.000,- | 1 |
| Preis | Punkte |
|---|---|
| € 15.000,- - € 18.000,- | 5 |
| € 18.100,- - € 21.000,- | 4 |
| € 21.100,- - € 24.000,- | 3 |
| € 24.100,- - € 27.000,- | 2 |
| € 27.100,- - € 35.000,- | 1 |
| Kleinbus | Typ 1 | Typ 2 | Typ 4 |
|---|---|---|---|
| Preis | 4 | 2 | 3 |
| Dieselverbrauch | 5 | 3 | 4 |
| Servicekosten | 5 | 4 | 2 |
| Handlichkeit | 2 | 2 | 1 |
| Reparaturanfälligkeit | 2 | 1 | 2 |
| gesamte Punkte | 18 | 12 | 12 |
d) Überlegen Sie, wie man die einzelnen Merkmale gewichten könnte und führen Sie mit Ihren eigenen Prioritäten die Gewichtung durch. Berechnen Sie den Gesamtpunktewert und treffen Sie eine nachvollziehbare Entscheidung.
| Kriterien | Gewichtung | Bewertung Typ 1 | Punkte | Bewertung Typ 2 | Punkte | Bewertung Typ 4 | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Preis | 35% | 4 | 1,4 | 2 | 0,7 | 3 | 1,05 |
| Dieselverbrauch | 25% | 5 | 1,25 | 3 | 0,75 | 4 | 1 |
| Servicekosten | 20% | 5 | 1 | 4 | 0,8 | 2 | 0,4 |
| Handlichkeit | 10% | 2 | 0,2 | 2 | 0,2 | 1 | 0,1 |
| Reparaturanfälligkeit | 10% | 2 | 0,2 | 1 | 0,1 | 2 | 0,2 |
| Gesamt | 100% | 4,05 | 2,55 | 2,75 |
- Preis, Dieselverbrauch und Servicekosten wurden höher gewichtet, aufgrund von größeren Unterschieden und Differenzen der einzelnen Modelle.
- Es liegt im Unternehmensinteresse, den Dieselverbrauch, auch im Bezug auf Umweltschutz, niedrig zu halten.
- Typ 1 sollte aufgrund der größten Punkteanzahl gewählt werden.
e) Erstellen Sie eine Profilanalyse. (Anmerkung: Die Profilanalyse wird grafisch dargestellt. Aus dem Diagramm geht hervor, dass Typ 1 in den meisten Kriterien am besten abschneidet.)
Auch hier kann erkannt werden, dass Typ 1 in den einzelnen Kriterien besser abschneidet.
f) Welche anderen Techniken sind Ihnen bekannt, um derartige Entscheidungen auf rechnerischer Basis zu treffen? Geben Sie eine Übersicht.
- statische Verfahren:
- Kostenvergleich ( geringste Kosten)
- Rentabilitätsvergleich ( höchste Rentabilität)
- statische Amortisationsdauer ( geringste Amortisationsdauer)
- dynamische Verfahren:
- Kapitalwert ( höchster Kapitalwert)
- dynamische Amortisationsdauer ( geringste Amortisationsdauer)
- interner Zinsfuß ( höchster interner Zinsfuß)
Kostenvergleich: Es werden die Kosten zweier oder mehrerer Investitionsalternativen verglichen. Die günstigere Alternative wird gewählt. Berechnet wird entweder auf Basis der Gesamtkosten oder auf Basis der Kosten pro Leistungseinheit. Dabei gibt es 2 Methoden:
- Kostenvergleich bei bekannter Auslastung
- Kostenvergleich bei unbekannter Auslastung
Rentabilitätsvergleich: Investitionsgüter, die angeschafft werden, bringen einem Unternehmen noch keinen Gewinn. Das tun erst die Produkte, die daraus gefertigt werden. Der Rentabilitätsvergleich zeigt, wie gewinnbringend eine Investition ist. Dazu werden die Gewinne oder die Kostenersparnis zum durchschnittlich gebundenen Kapital in Bezug gesetzt. Die Rentabilität gibt somit die Verzinsung des Eigenkapitals an.
statische Amortisationsdauer: Die statische Amortisationsdauer gibt die Kapitalrückflusszeit an. Das ist jene Zeit, die es dauert, bis das Kapital, das für die Investition benötigt wurde, über die zusätzlichen Gewinne oder Kosteneinsparungen wieder verdient wurde. Die Investitionsalternative mit der kürzeren Amortisationsdauer ist zu bevorzugen. Liegt die Amortisationsdauer nicht innerhalb der Nutzungsdauer, sollte die Investition auf keinen Fall durchgeführt werden.
Kapitalwert: Alle geplanten Ein- und Auszahlungen, die während der Nutzungsdauer anfallen, werden auf den Zeitpunkt der Anschaffung hin abgezinst.
dynamische Amortisationsdauer: Wie beim Kapitalwert werden auch hier die Zahlungsrückflüsse während der Nutzungsdauer berücksichtigt und auf den Zeitpunkt der Anschaffung abgezinst. Der Amortisationszeitpunkt gibt an, wann das investierte Kapital einschließlich der Zinsen auf das gebundene Kapital zurückgeflossen ist. Je kürzer die Amortisationszeit, desto besser für das Unternehmen. Sie sollte wie bei der statischen Methode innerhalb der Nutzungsdauer liegen.
Interner Zinsfuß: Mit der Methode des internen Zinsfußes wird der Zinssatz errechnet, der sich aus allen Ein- und Auszahlungen während der Nutzungsdauer eines Investitionsobjektes ergibt. Zur Beurteilung, ob eine Investition vorteilhaft ist, wird eine Mindestverzinsung festgesetzt. Eine Investition ist dann vorteilhaft, wenn der interne Zinsfuß über dieser Mindestverzinsung liegt. Werden mehrere Investitionsalternativen verglichen, ist jene zu wählen, deren interner Zinsfuß höher ist.
AUFGABE 4
a) Sie erwarten Ihr erstes Gehalt. Da Sie jedoch die Höhe gleich jetzt wissen möchten, errechnen Sie es schon einmal im Voraus. Gehalt: Bruttogehalt € 3.272,94; ohne AVA(E)B; keine Kinder; Freibetrag € 18,40/Monat; Gewerkschaftsbeitrag € 18,58/Monat. Berechnen Sie den Auszahlungsbetrag.
| Rechnung | Betrag |
|---|---|
| Gehalt | € 3.272,94 |
| Sozialversicherung lfd: 3.272,94 18,12% | - € 593,06 |
| Lohnsteuer lfd: | |
| Brutto: 3.272,94 | |
| - Sozialversicherung lfd: 593,06 | |
| - Freibetrag: 18,40 | |
| - Gewerkschaftsbeitrag: 18,58 | |
| = 2.642,90 40% | |
| = 1.057,16 - 745,56 | - € 311,60 |
| Gewerkschaftsbeitrag | - € 18,58 |
| Auszahlung | € 2.349,70 |
- 18,12% Laut Sozialversicherungs-Beitragssätze für Arbeiter und Angestellte, Dienstnehmeranteil
- 40% Laut Effektiv-Tarif-Monatslohnsteuertabelle 2025 für Arbeitnehmer/innen
- 745,56 Laut Effektiv-Tarif-Monatslohnsteuertabelle 2025 für Arbeitnehmer/innen
b) Sie haben im Mai einige Überstunden geleistet. Zur Kontrolle Ihrer Abrechnung, die Sie von der Buchhaltung erhalten werden, berechnen Sie sich Ihr Monatsgehalt bereits im Voraus. Dabei gehen Sie von folgenden Daten aus: Angestellter; Bruttogehalt € 3.272,94; ohne AVA(E)B; Freibetrag € 18,40/Monat; Überstundenteiler 1/173; 26 Überstunden zu 50%; Gewerkschaftsbeitrag € 18,58 Durchführung Ihrer Gehaltsabrechnung inklusive Überstunden für Mai.
| Rechnung | Betrag |
|---|---|
| Gehalt | € 3.272,94 |
| ÜG: 3.272,94 : 173 = 18,92 26 | + € 491,89 |
| ÜZ steuerfrei: 9,46 18 = 170,27 steuerfrei | + € 170,27 |
| ÜZ steuerpflichtig: 9,46 8 = 75,67 | + € 75,67 |
| Gesamtbruttogehalt | € 4.010,77 |
| Sozialversicherung lfd: 4.010,77 18,12% | - € 726,75 |
| Lohnsteuer lfd: | |
| Brutto: 4.010,77 | |
| - ÜZ frei: 86,- | (Maximalbetrag) |
| - Sozialversicherung lfd: 726,75 | |
| - Freibetrag: 18,40 | |
| - Gewerkschaftsbeitrag: 18,58 | |
| = 3.161,04 40% | |
| = 1.264,42 - 775,56 | - € 518,86 |
| Gewerkschaftsbeitrag | - € 18,58 |
| Auszahlung | € 2.746,58 |
- 9,46 ist Überstundenzuschlag zu 50%
- 18 ersten Überstunden des Monats sind steuerfrei, max. 220€
- 8 restliche Überstunden steuerpflichtig
- 18,12% Laut Sozialversicherungs-Beitragssätze für Arbeiter und Angestellte, Dienstnehmeranteil
- 40% Laut Effektiv-Tarif-Monatslohnsteuertabelle 2025 für Arbeitnehmer/innen
- 745,56 Laut Effektiv-Tarif-Monatslohnsteuertabelle 2025 für Arbeitnehmer/innen (Hier wurde 775,56 verwendet, evtl. Tabellenwert für höhere Stufe)
- ÜG = Überstundengrundlohn
- ÜZ = Überstundenzuschlag
- lfd = vom laufenden Bezug
c) Ihr Kollege sieht Ihnen über die Schulter und erkundigt sich, warum Sie unter den Begriff „Angestellter“ fallen, wohingegen er ein „Arbeiter“ ist. Erläutern Sie die entsprechende gesetzliche Regelung. Außerdem interessiert er sich für den Datenschutz und möchte wissen, ob es einen Unterschied in der Bedeutung seiner persönlichen Daten gibt. (Er hat Diabetes). Geben Sie ihm eine Übersicht und erläutern Sie, was im Fall eines Hackerangriffs dringend von Unternehmerseite zu tun ist. Welches Gesetz kommt dabei zur Anwendung? Erläutern Sie wesentliche Eckpunkte des selbigen.
Angestellte: Angestellte sind unselbstständig Erwerbstätige, die vorwiegend kaufmännische Dienste oder höhere, nicht kaufmännische Dienste erbringen bzw. Büroarbeiten verrichten. Ihre Tätigkeit unterliegt dem Angestelltengesetz. Sie erhalten Gehalt.
- Bsp.: Buchhalter, Verkäufer, Sekretär, Programmierer, Sachbearbeiter,...
Arbeiter: Arbeiter sind unselbstständig Erwerbstätige, die überwiegend körperliche Arbeit verrichten. Ihre Tätigkeit unterliegt dem allgemeinen Arbeitsrecht, sowie Kollektivverträgen. Sie erhalten Lohn.
- Bsp.: Handwerker, Lagerarbeiter, Monteur, Fahrer, Fitnessbetreuer, Arbeiter in der Bäckerei,...
Das lässt darauf schließen, dass der Kollege mehr körperliche Arbeit verrichten muss und wahrscheinlich im Lager oder dergleichen arbeitet.
Datenschutz: Datenschutzthemen werden in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt. Neben personenbezogenen Daten unterscheidet man außerdem in sensible und pseudonymisierte Daten.
- Der Fakt, dass er Diabetes hat, fällt unter sensible Daten. Darunter fällt neben der Krankheitsgeschichte auch der Fingerabdruck. Diese Daten müssen besonders geschützt werden und dürfen nur in den Fällen verarbeitet werden, die das Gesetz ausdrücklich vorsieht.
- Unter personenbezogene Daten fällt z.B. der Name, die Adresse, das Geburtsdatum, die Mailadresse, IP-Adresse, IBAN, Sozialversicherungsnummer, Interessen und Vorlieben. Allgemein versteht man dabei Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen.
- Pseudonymisierte Daten werden so verarbeitet, dass sie ohne zusätzliche Informationen nicht mehr einer bestimmten Person zugeordnet werden können. Z.B. Kundennamen werden durch Zufallscodes ersetzt.
Betroffene müssen vor dem Verarbeiten ihrer Daten darüber informiert werden.
Hackerangriff: Das Unternehmen muss den Vorfall sofort melden und alle betroffenen Personen darüber informieren. Außerdem müssen sofort Maßnahmen getroffen werden, damit so etwas in Zukunft nicht mehr passiert. Die Datenschutzverletzung muss bei der Datenschutzbehörde gemeldet werden. Dabei kommt die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) zum Einsatz.
Eckpunkte der DSGVO:
- Die DSGVO ist als EU-Verordnung in allen EU-Staaten unmittelbar anwendbar.
- Laut Verfassungsbestimmung des § 1 Datenschutzgesetz (DSG) haben alle Menschen, insbesondere im Hinblick auf die Achtung ihres Privat- und Familienlebens, Anspruch auf Geheimhaltung ihrer personenbezogenen Daten, soweit ein schutzwürdiges Interessen daran besteht.
- Mit der DSGVO wurden die Regelungen für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen EU-weit vereinheitlicht. Gewährleistung des Grundrechts Datenschutz und uneingeschränkter freier Verkehr personenbezogener Daten in der EU.
- Das Grundrecht auf Datenschutz besteht für alle personenbezogenen Daten unabhängig vom Datenträger (elektronisch, handschriftlich, Fotos, Filme, ...)
- Auch in den Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und der EU-Grundrechtscharta (EU-GRCh) sind im Zusammenhang mit dem Grundrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens Regeln zum Grundrecht auf Datenschutz enthalten.
d) Außerdem interessiert sich der obige Kollege sehr für die Wahrung seiner persönlichen Interessen/Daten und fragt Sie daher, ob die Überwachung des Geschäftsraumes mittels Videokamera erlaubt sei. Wie sieht es darüber hinaus mit Kameras an Helmen, in Autos, etc. aus?
Die Aufnahme von Fotos und Videos ist nur zulässig im lebenswichtigen Interesse einer Person, wenn gesetzlich erlaubt, wenn überragende berechtigte Interessen bestehen bzw. bei Verhältnismäßigkeit mit Einwilligung. Jedenfalls zulässig sind Aufnahmen:
- zum vorbeugenden Schutze von Personen oder Sachen auf privaten Liegenschaften
- bei besonderer Gefährdung in der Vergangenheit (z.B. Überfälle)
- von Objekten mit besonderem Gefährdungspotenzial (z.B. Banken oder Juweliere)
- privater Natur (z.B. Urlaubsfotos)
Für Foto und Videoüberwachung gibt es besondere Datensicherheitsmaßnahmen und Kennzeichnungsvorschriften, die einzuhalten sind:
- Der Zugang zur Bildaufnahme und eine nachträgliche Veränderung durch Unbefugte muss ausgeschlossen sein.
- Jede Verarbeitung, außer bei Echtzeitüberwachung, muss protokolliert werden.
- Daten, die nicht mehr gebraucht werden, müssen gelöscht werden. Eine länger als 72 Stunden andauernde Aufbewahrung muss verhältnismäßig sein und ist gesondert zu protokollieren und zu begründen.
- Bildaufnahmen müssen gekennzeichnet werden, Verantwortliche eindeutig hervorgehen.
Also kurz: Die Überwachung mittels Videokamera in einem Geschäftsraum ist dann erlaubt, wenn es in der Vergangenheit zu einer besonderen Gefährdung kam, oder ein anderer der oben genannten Punkte zutrifft. Es ist nicht erlaubt Mitarbeiter auszuspionieren. Bei Verstoß ist eine Geldstrafe von bis zu € 50.000,- zu zahlen.
Kameras an Helmen, in Autos, etc.: Diese Dinge fallen unter „spezielle Datenschutzfälle“. Bei Kameras an Helmen z.B. Actioncams wird davon ausgegangen, dass diese zu privaten Zwecken genutzt werden. Zur Überwachung sind sie unzulässig. Dashcams in Autos müssen auch Vorschriften zur Bildverarbeitung einhalten. Dashcam-Aufzeichnungen dürfen nur ins Internet gestellt werden, wenn zuvor Personen und Fahrzeugkennzeichen unkenntlich gemacht wurden. Der Einsatz von Kameras in Autos, welche die Straße und den Verkehr zum Zwecke der Beweissicherung bei Unfällen aufnehmen, ist unzulässig. Die datenschutzrechtlichen Vorschriften für die Videoüberwachung sind auf Drohnen anwendbar, die Personen aufnehmen. Auch das Ausspionieren fremder Grundstücke ist als Eingriff in die Privatsphäre Dritter verboten.
e) Ihr Chef bittet Sie nun auch noch, die Homepage des Unternehmens zu überarbeiten. Welche Daten müssen zwingend darauf erscheinen? Geben Sie einen kurzen Überblick.
Informationen über das Unternehmen:
- Name oder Firma
- geografische Adresse
- E-Mail-Adresse und Telefonnummer
- Berufsverband (z.B. Wirtschaftskammer)
- Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht
- Aufsichtsbehörde
- UID-Nummer
- Info über Verhaltenskodex, dem sich das Unternehmen freiwillig unterworfen hat und Link dazu
Informationen zum Vertragsabschluss:
- Erklärung der einzelnen technischen Schritte zum Vertragsabschluss
- Angaben über Speicherung des Vertrags und Zugang für Verbraucher
- Erklärung der Korrekturmöglichkeit von Eingabefehlern
- Sprachen, in denen der Vertrag abgeschlossen werden kann
- deutlicher Hinweis auf AGB, leicht zugänglich und speicherbar
- Bestätigung der Bestellung des Kunden unverzüglich per E-Mail
Erkennbarkeit von Werbung:
- Werbung muss klar und deutlich erkennbar sein (z.B. durch Banner)
- Info, dass es sich um Zugaben, Geschenke, Preisausschreiben oder Gewinnspiele handelt - mit einfachem Zugang zu den Teilnahmebedingungen
Preisangaben:
- Leichte Lesbarkeit und Zuordenbarkeit der Preise
- Erkennbarkeit von Brutto- und Nettopreisen
- Angabe, ob Versandkosten enthalten sind und welche zusätzlichen Kosten entstehen
- Pflicht zur Preisangabe zwar nicht nach ECG, aber für Geschäfte mit Verbrauchern nach dem Fernabsatzgesetz
- ECG = E-Commerce-Gesetz
- --- = falls vorhanden
AUFGABE 5
a) Ordnen Sie die 6 Werkstoffe den Gruppen A, B und C zu. (Nachvollziehbare Berechnung in Form einer Tabelle.)
| Artikel | Verbrauch/Periode | Bezugspreis/Stück | Lagerwert | %-Anteil mengenmäßig | kumulierter %-Anteil mengenmäßig | %-Anteil wertmäßig | kumulierter %-Anteil wertmäßig | Art |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| W6 | 4.800,- | 415,- | 1.992.000,- | 4,86 | 4,86 | 48,22 | 48,22 | A |
| W3 | 6.000,- | 250,- | 1.500.000,- | 6,63 | 11,50 | 37,79 | 86,02 | A |
| W1 | 5.350,- | 60,- | 321.000,- | 5,91 | 17,41 | 8,09 | 94,11 | B |
| W5 | 72.000,- | 3,- | 216.000,- | 79,60 | 97,01 | 5,44 | 99,55 | C |
| W4 | 300,- | 43,- | 12.900,- | 0,33 | 97,35 | 0,33 | 99,87 | C |
| W2 | 2.400,- | 2,10 | 5.040,- | 2,65 | 100,- | 0,13 | 100,- | C |
| Gesamt | 90.850,- | 3.916.940,- | 100,- | 100,- |
- Zuerst müssen die Artikel nach dem Lagerwert absteigend sortiert werden.
- Der Lagerwert ergibt sich aus der Multiplikation vom Verbrauch/Periode mit dem Bezugspreis/Stück.
- Der %-Anteil mengenmäßig ergibt sich folgendermaßen: (Verbrauch/Periode 100) durch 90.850,-
- Um den kumulierten %-Anteil mengenmäßig zu erhalten, addiert man zu dem vorigen Wert des kumulierten %-Anteil mengenmäßig den jetzigen Wert des %-Anteils mengenmäßig.
- Der %-Anteil wertmäßig ergibt sich folgendermaßen: (Lagerwert 100) durch 3.916.940,-
- Um den kumulierten %-Anteil wertmäßig zu erhalten, addiert man zu dem vorigen Wert des kumulierten %-Anteil wertmäßig den jetzigen Wert des %-Anteils wertmäßig.
- Die Gruppen A-C ergeben sich durch den %-Anteil wertmäßig.
b) Stellen Sie das Ergebnis grafisch dar. (Anmerkung: Das Ergebnis wird in einer Lorentzkurve dargestellt, wobei % der Gesamtverbrauchsmenge auf der x-Achse und % des Gesamtverbrauchswerts auf der y-Achse abgetragen werden. Die Kurve zeigt den typischen Verlauf einer ABC-Analyse.)
- Orange A-Güter
- Blau B-Güter
- Hellorange C-Güter
c) Welche Schlussfolgerung ergibt sich für A-Güter? A-Güter sind Güter mit hohem Anteil am Gesamtwert und niedrigem Prozentanteil an der Gesamtmenge. Diese Güter sind wichtig und brauchen ein besonderes Augenmerk, da hier das Potenzial für Kosteneinsparungen am größten ist. Der Beschaffungsmarkt sollte genau analysiert werden. Verhandlungen mit Lieferanten über bedarfsgerechte Lieferungen helfen, einen zu hohen Lagerstand zu vermeiden. Häufig wird hierfür die Just-in-Time-Belieferung verwendet.
d) Gibt es einen Zusammenhang zu sogenannten X, Y und Z-Gütern? Erläutern Sie diese Begriffe näher. X, Y und Z-Güter werden anhand der Vorhersagegenauigkeit des Materialbedarfs abgegrenzt.
- X-Güter: Der Verbrauch bleibt konstant und kann relativ genau vorhergesagt werden. z.B. Hygieneartikel in einem Supermarkt
- Y-Güter: Der Verbrauch kann nur mittelmäßig genau vorhergesagt werden. z.B. Schwankungen von technischen Geräten (Weihnachten)
- Z-Güter: Der Verbrauch ist unregelmäßig und schwankt je nach Saison stark. z.B. Tiefkühlprodukte
Kombination ABC-/XYZ-Analyse
| X | Y | Z | |
|---|---|---|---|
| A | - hoher Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch planbar - geringer Lagerbestand und Sicherheitsreserve - Just-in-Time | - hoher Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch unregelmäßig - gute Planung und Sicherheitsreserven nötig - Just-in-Time | - hoher Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch chaotisch - Sicherheitsreserven und schnelle Abrufbarkeit beim Lieferanten - Einzelbeschaffung |
| B | - mittlerer Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch planbar - geringer Lagerbestand und Sicherheitsreserve - Just-in-Time | - mittlerer Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch unregelmäßig - Sicherheitsreserven, höherer Lagerbestand - Vorratsbeschaffung | - mittlerer Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch chaotisch - Sicherheitsreserven und schnelle Abrufbarkeit beim Lieferanten - Einzelbeschaffung |
| C | - geringer Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch planbar - Sicherheitsreserven, höherer Lagerbestand und Kapitalbindung - Vorratsbeschaffung | - geringer Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch unregelmäßig - Sicherheitsreserven, höherer Lagerbestand und Kapitalbindung - Vorratsbeschaffung | - geringer Umsatz- bzw. Wertanteil - Verbrauch chaotisch - Sicherheitsreserven, höherer Lagerbestand und Kapitalbindung - Vorratsbeschaffung |
AUFGABE 6
a) Erläutern Sie den Begriff KG.
Kommanditgesellschaft (KG)
Art und Kosten der Gründung:
- Firmenbuch: Die KG entsteht mit der Eintragung ins Firmenbuch. Sie kann für alle Arten von Unternehmen gegründet werden. Bei der Firma muss der Zusatz KG angehängt werden.
- Gewerbeordnung: Wird ein Gewerbebetrieb als KG geführt, kann die Tätigkeit erst mit Anmeldung und Bewilligung des Gewerbes aufgenommen werden.
- Gesellschaftsvertrag: Die Eigentümer schließen mündlich oder schriftlich einen Gesellschaftsvertrag ab. Darin vereinbaren sie ihre jeweiligen Rechte und Pflichten.
- Gründungskosten: Die Kosten der Gründung sind gering.
Eigentümer - Gesellschafter: Es gibt 2 Arten von Gesellschaftern:
- mindestens einen Komplementär (Vollhafter)
- mindestens einen Kommanditisten (Teilhafter)
Steuerung und Kontrolle des Unternehmens:
- Komplementär: Er hat das Recht und die Pflicht zur Mitarbeit im Unternehmen. Üblicherweise steuert er das Unternehmen, weil er auch voll haftet.
- Kommanditist: Er kann mitarbeiten und hat üblicherweise Kontrollrechte. Das Ausmaß der Mitarbeit und der Kontrollrechte wird im Gesellschaftsvertrag geregelt.
Eigenkapital:
- Mindestkapital: Die Gesellschafter bringen Geldeinlagen in das Unternehmen ein, die zum Eigenkapital zählen. Es ist kein Mindestkapital für das Unternehmen vorgeschrieben.
Haftung:
- Komplementär:
- persönlich und unbeschränkt: Er haftet ohne Betragsbeschränkung und auch mit seinem gesamten Privatvermögen.
- solidarisch: Er haftet für die gesamten Schulden des Unternehmens, notfalls auch alleine.
- primär: Gläubiger können sich sofort an einen Gesellschafter wenden, ohne vorher die Gesellschaft klagen zu müssen.
- Kommanditist: Er haftet nur mit seiner Einlage.
Gewinnverteilung: Das wird im Gesellschaftsvertrag geregelt.
Steuern:
- Einkommenssteuer: Jeder Gesellschafter bekommt einen Teil des Gewinns und muss davon Einkommenssteuer zahlen.
Art der Buchführung:
- Einnahmen-Ausgabenrechnung: Bei einem Umsatz bis € 700.000,- genügt eine Einnahmen-Ausgabenrechnung.
- doppelte Buchhaltung: Liegt der Umsatz in 2 hintereinanderliegenden Geschäftsjahren bei über € 700.000,- oder einmalig über € 1.000.000,- muss eine doppelte Buchhaltung geführt werden.
Vorteile:
- einfache und kostengünstige Gründung
- Kommanditisten beteiligen sich und haften weniger
Nachteile:
- Komplementär haftet unbeschränkt, auch für Fehler anderer
- mögliche Konflikte, wenn Kommanditist sich nicht in Unternehmensführung einbringt
b) Was versteht man unter einer GmbH und Co KG? Darunter versteht man eine Sonderform der KG, also eine Personengesellschaft. Die Funktion des Komplementärs wird einer GmbH übernommen. So können die Vorteile beider Unternehmensformen genutzt werden. Als juristische Person haftet die GmbH nämlich nur mit dem Gesellschaftsvermögen, wodurch die unbeschränkte Haftung des Komplementärs vermieden wird.
c) Erläutern Sie den Unterschied zwischen den Begriffen: „Unternehmen“, „Betrieb“ und „Firma“.
- Unternehmen: Das Unternehmensgesetzbuch (UGB) bezeichnet als Unternehmen „jede auf Dauer angelegte Organisation selbstständiger wirtschaftlicher Tätigkeit, mag sie auch nicht auf Gewinn gerichtet sein.“ (§ 1 UGB)
- Betrieb: In Betrieben werden Leistungen für andere Wirtschaftsteilnehmer erstellt oder Sachgüter erzeugt.
- Firma: Das Unternehmensgesetzbuch (UGB) definiert Firma als „den im Firmenbuch eingetragenen Namen eines Unternehmers, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.“
d) Das Unternehmen bräuchte zusätzliches Kapital. Welche Möglichkeiten gibt es aufgrund möglicher Rechtsformen, neues Kapital zu erhalten? Die Gesellschafter können mehr Einlagen bringen. Es könnten auch weitere Kommanditisten evtl. auch Komplementäre eingestellt werden, die wiederum mit ihren Einlagen zum Kapital beitragen. Außerdem können Kredite aufgenommen werden. oder stille Gesellschaft
AUFGABE 7
a) Welche Techniken zur kreativen Problemlösung sind Ihnen bekannt? Nennen und erläutern Sie mindestens 4.
Kreativitätstechniken sollen die Kreativität fördern, um neue Ideen oder Lösungswege bei Problemen zu entwickeln. Die Anwendung ist geeignet für Einzelpersonen bis hin zu größeren Gruppen.
Konventionelle Technik: Dabei werden Lösungen vergleichbarer Probleme aus anderen Unternehmen und Branchen des In- und Auslands gesucht, d.h. es wird versucht vorhandene Lösungen zu finden und anzuwenden. z.B.: Suche im Internet, persönliche Information, eigene Erfahrungen,...
Brainstorming: Beim Brainstorming werden spontane Einfälle wertfrei gesammelt, um daraus die beste umsetzbare Lösung für ein Problem zu finden. Das Verfahren kommt besonders im Marketing und bei der Entwicklung von Produkten zum Einsatz. Der Erfolg hängt wesentlich von der richtigen Gruppenzusammensetzung ab. Idealerweise setzt sich die Gruppe aus Teilnehmern zusammen, die aus verschiedenen Bereichen kommen. Wichtig ist dabei auch, dass die Gruppengröße nicht zu groß gewählt wird, um den Überblick bewahren zu können. Der mit der Methode vertraute Moderator bereitet im Vorfeld genügend Papier und Schreibmaterial, Software zur Textverarbeitung und Präsentation, Flipchart etc. vor und macht die Teilnehmer mit der Aufgabe vertraut. Dabei lassen sich 2 Phasen in der Durchführung unterscheiden.
1. Ideen finden: Im 1. Teil findet das eigentliche Brainstorming statt (offener Gedankenaustausch). Über einen vorher definierten Zeitraum (ca. 30-45 min) werden von allen Teilnehmern Ideen gesammelt. Der Moderator sammelt alle Beiträge und visualisiert diese. Dabei sind einige Grundregeln einzuhalten:
- geäußerte Ideen dürfen weiterentwickelt werden Es gibt kein Urheberrecht.
- Ideen werden nicht bewertet, kommentiert oder kritisiert.
- Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
- Quantität vor Qualität
2. Ideen sortieren und bewerten: Aus der Vielfalt der Ideen gilt es nun eine Liste zu erstellen. Dazu werden die Vorschläge analysiert, gefiltert, bewertet und sortiert. Das Ziel ist es, am Ende eine Liste mit den vielversprechendsten Lösungsvorschlägen, Ideen und Einfällen zu haben. Das Brainstorming ist eine der einfachsten Techniken, die innerhalb kürzester Zeit und mit nur geringen finanziellen Mitteln umgesetzt werden kann.
Nachteile:
- Vielredner blockieren ruhige Teilnehmer
- kritische Äußerungen blockieren Kreativität
- Betriebsblindheit, kein Vertrauen in unsichere Lösungswege
- „Killerphrasen“ unterdrücken Argumente („Das hat bei ... auch nicht funktioniert“)
- Moderator ist wesentlich für das Ergebnis verantwortlich und kann Ideen bevorzugen
Morphologische Analyse: Mit dieser Methode können komplexe Problemstellungen vollständig erfasst und alle Lösungsmöglichkeiten miteinander verglichen werden. 5-7 Teilnehmer analysieren dabei mithilfe eines morphologischen Kastens alle Möglichkeiten zur Lösung eines Problems innerhalb von 1-2 Stunden.
Vorgangsweise: Zu einer möglichst gut beschriebenen Problemstellung werden sämtliche Merkmale aufgeschrieben. Anschließend werden zu jedem Merkmal alle Lösungsmöglichkeiten aufgeschrieben und miteinander kombiniert. Die beste Lösung wird ausgewählt. Anschließend können die Möglichkeiten kombiniert und bewertet werden.
Vorteile:
- einfache Technik, die wenige Hilfsmittel erfordert
- durchführbar von Einzelpersonen und Gruppen
- Möglichkeit zur systematischen Lösungsfindung
Nachteile:
- Expertenwissen erforderlich
- Es können sehr viele, nicht vergleichbare Lösungen entstehen.
- Meist werden keine völlig neuen Ideen entwickelt.
Mindmap: Beim Erstellen einer Mindmap wird das Prinzip der Assoziation, d.h. das Aufstellen und Verknüpfen von Gedankenverbindungen oder Vorstellungen, angewandt. Dabei werden die freie Entfaltung der Gedanken und die Gliederung von Begriffen unterstützt. Die Technik kann eigenständig oder als Hilfsmittel bei anderen Methoden eingesetzt werden.
Erstellung einer Mindmap: Der zentrale Begriff wird in die Mitte eines großen Blatt Papier geschrieben. Davon ausgehend werden dickere Linien, die bei weiterer Verzweigung immer dünner werden, dazu verwendet, die Aufgabe systematisch zu gliedern und zu verfeinern. Mindmaps können nicht nur zur Entwicklung und Gliederung von Themengebieten, sondern auch zur Präsentation bei Referaten, für die Planung und Organisation, auf Plakaten, zum Lernen, etc. eingesetzt werden.
Vorteile:
- kann mit einfachen Hilfsmitteln erstellt werden
- Software unterstützt
- unterstützt die Vorstellung in Bildern
- anwendbar von Einzelpersonen und Teams
- kann zur Dokumentation eingesetzt werden
Nachteile:
- bei vielen Verzweigungen rasch unübersichtlich
- nicht selbsterklärend
- Baumstrukturen sind für die Darstellung von Vernetzungen nicht geeignet, können aber erweitert werden.
- 6, 3, 5 - Methode
b) Für diese Feier wird es notwendig sein, diverse Utensilien zu besorgen. Welche Beschaffungsprinzipien sind Ihnen bekannt und welche Bestellsysteme gibt es?
Beschaffungsprinzipien
Einzelbeschaffung: Die Beschaffung erfolgt erst bei Eingang eines Auftrags. Dieses Prinzip wird vorwiegend bei Einzelfertigungen angewandt.
- Vorteile:
- kurze Lagerdauer
- geringe Kapitalbindung
- Nachteile:
- Liefer- bzw. Produktionsengpässe
- Wartezeiten für Kunden
Vorratsbeschaffung: Die Beschaffung erfolgt in größeren Mengen, z.B. bei Gütern des täglichen Bedarfs, die nicht verderblich sind.
- Vorteile:
- auch bei Lieferschwierigkeiten der Zulieferer entstehen keine Engpässe
- Preisvorteil
- Nachteile:
- höhere Kapitalbindung
- höhere Lagerkosten
- Bestände veralten
- Qualitätsverlust
Just-in-Time-Beschaffung: Die Beschaffung der benötigten Waren erfolgt erst knapp vor Verarbeitung bzw. Verkauf, z.B. verderbliche Ware wie Obst und Gemüse.
- Vorteile:
- Verminderung von logistischem Aufwand (keine teure Lagerhaltung)
- Einsparung in der Lagerhaltung (Platz und Logistik)
- bedarfsorientierte Versorgung ohne Kapitalbindung
- Vermeiden von großen Beständen an „Ladenhütern“
- Nachteile:
- Abhängigkeit von der Zuverlässigkeit und Leistung der Zulieferer
- Risiko des Eintretens externer Faktoren wie Verkehr, Wetter, Streik und Krisen
- Lieferverzögerungen oder Lieferausfälle aufgrund unregelmäßiger Beschaffung
Bestellsysteme
Bestellpunktsystem: Beim Bestellpunktsystem werden die Bestellmenge und ein bestimmter Meldebestand (Lagerbestand) festgelegt. Das ist jener Bestand, dessen Erreichen eine neue Bestellung auslösen muss, um die eiserne Reserve (bis zum Eintreffen der neuen Lieferung) nicht angreifen zu müssen. Die Bestellmenge bleibt fix, der Zeitpunkt der Bestellung variiert. Der Sicherheitsbestand wird so gewählt, dass bei durchschnittlichem Verbrauch und durchschnittlicher Beschaffungszeit eventuelle Fehlmengen vermieden werden. Der Sicherheitsbestand kann zusätzlich um einen eisernen Bestand, eine eiserne Reserve, erweitert werden. Der eiserne Bestand darf nur im Notfall angegriffen werden und dient als Sicherheitspuffer in Krisenzeiten.
Bestellrhythmussystem: Dieses System gibt jene Menge an, die benötigt wird, um weiter produzieren zu können. Bestellt wird immer dann, wenn der Meldebestand erreicht ist. Meldebestand = Tagesverbrauch Lieferzeit + Mindestbestand Gibt das Unternehmen den Bestellrhythmus vor, wird ein Rhythmus festgelegt und ein Zeitabstand gewählt, in dem die Bestellungen erfolgen. Bestellt wird in regelmäßigen Zeitabständen, wobei gerade so viel bestellt wird, dass die Menge des Richtbestands erreicht wird. Während der Bestellzeitpunkt fix ist, variiert die Bestellmenge. Bestellmenge = (Richtbestand - Lagerbestand nach 1 Periode) + (Ø Beschaffungszeit Ø Verbrauch pro Tag)
c) Herr Paul Troscher hat in einer Broschüre zum Thema Werbung etwas über die Begriffe Werbemittel und Werbeträger gelesen. Was versteht man darunter? Welche würden Sie in Ihrem Fall (Firmenjubiläum) einsetzen?
Werbemittel: Werbemittel sind die gestaltbare Instrumente und Materialien, die verwendet werden, um eine Werbebotschaft zu kommunizieren. Ihr Hauptziel ist es, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich zu ziehen.
- Bsp.: Plakate, Flyer, Anzeigen,...
Werbeträger: Werbeträger sind Medien zur Verbreitung von Werbemitteln.
- Werbemittel = Inhalt der Botschaft
- Werbeträger = Plattform der Vermittlung
- Bsp.: Soziale Netzwerke, lokale Zeitungen,...
Werbemittel für das Firmenjubiläum:
- Plakate in der Firma
- Online Infos (Beiträge, Hashtags, Countdown,...)
- Flyer beim Eingang
- E-Mails
- Zeitungseinlagen
Werbeträger für das Firmenjubiläum:
- lokale Zeitungen
- Soziale Netzwerke (Instagram, Facebook,...)
- Unternehmenswebseite
- Mitarbeiter-Newsletter
- Info-Screens
AUFGABE 8
a) Stellen Sie die notwendigen Buchungssätze während des Jahres 2024 auf.
- 20.05.2024: Zahlung der Feuerversicherung im Voraus mittels Banküberweisung
- 7700/2800 3.600 €
- 23.07.2024: Gutschrift von Wertpapieren auf Bankkonto in Nachhinein
- 2800 / 8080 2.400 €
- / 2350 1.440 €
b) Stellen Sie die erforderlichen Buchungsanweisungen per 31.12.2024 und per 31.12.2023 auf.
- 31.12.2024: Abschluss der Zahlung der Feuerversicherung
- 5 Monate heraussuchen, weil Jänner bis Mai nicht dazu zählt (20 > 15)
- Abgrenzung der Zahlung der Feuerversicherung:
- 2900 / 7700 1.500 € ( 3600 / 12 5)
- 01.01.2025: Abschluss der Zahlung der Feuerversicherung
- 7700 / 2900 1.500 €
- 31.12.2023: Gutschrift von Wertpapieren in Nachhinein
- 5 Monate vorzeitig, weil Juli - Dezember ohne Juli = 5 Monate (23 > 15)
- 2350/8080 1.000 € ( 2400 / 12 5)
c) Geben Sie die Gewinnauswirkung bei allen Buchungssätzen an.
d) Stellen Sie grafisch den Zusammenhang zwischen Bilanz und G&V dar.(Anmerkung: Das Diagramm zeigt, dass die Salden der Bestandskonten in die Schlussbilanz übertragen werden. Die Salden der Erfolgskonten (Aufwände/Erträge) werden in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen. Der Endbestand des Kapitals wird sowohl in der Bilanz als auch in der G&V ausgewiesen.)
e) Unter welchen Fachbegriff fällt die obige Angabe? „Rechnungsabgrenzung“
f) Erklären Sie, welche Arten von Versicherungen grundsätzlich unterschieden werden können, wie Versicherungen abgeschlossen werden und welche Vertragspartner es geben kann.
Arten von Versicherungen
- gesetzliche Sozialversicherung:
- Krankenversicherung
- Unfallversicherung
- Pensionsversicherung
- Arbeitslosenversicherung
- private Versicherungen:
- Lebensversicherung
- Sachversicherung
- Nicht-Lebensversicherung:
- Unfallversicherung
- Krankenversicherung („Zusatzversicherung“)
Abschluss von Versicherungen
Der Kunde stellt einen Antrag auf Abschluss einer Versicherung. Innerhalb einer bestimmten Frist prüft die Versicherung den Antrag und entscheidet, ob sie die beantragte Versicherung abschließen möchte.
- Kunde stellt Antrag und gibt Informationen
- Versicherung prüft Antrag und prüft Angaben des Kunden (Risiko)
- Nach positiver Prüfung erhält der Kunde die Polizze.
Vertragspartner:
- Versicherungsnehmer
- Versicherer
- Versicherter/Risikogemeinschaft
- Begünstigter (bei Lebensversicherung)
- Versicherung
g) Um welche Form von Wertpapieren handelt es sich im obigen Fall wahrscheinlich? Benennen Sie diese und erklären Sie die Unterschiede zu den gängigsten weiteren. Es handelt sich wahrscheinlich um Anleihen.
Aktien: Aktien sind Wertpapiere, die Anteile an einer Aktiengesellschaft verbriefen. Aktionäre haben Anspruch auf Dividenden, falls diese ausgeschüttet werden, und auf Mitpracherechte.
Investmentfonds: In einem Investmentfonds wird das Vermögen von vielen Anlegern gesammelt und in Wertpapieren mit Risikostreuung angelegt. Sie werden von Kapitalanlagegesellschaften verwaltet.
Pfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen: Pfandbriefe und Kommunalbriefe sind besonders sicher Anleiheformen. Sie haben meist eine geringere Rendite als Anleihen. Dies liegt an der mehrfachen Haftung und damit höheren Bonität. Die Emittenten verwenden die aufgebrachten Mittel nicht selbst, sondern geben sie an Darlehensnehmer weiter.
- Die Mittel aus Pfandbriefen werden ausschließlich für Hypothekendarlehen verwendet.
- Die Mittel aus Kommunalschuldverschreibungen werden für Darlehen an Länder und Gemeinden (Kommunen) verwendet. Es besteht:
- eine mehrfache Haftung durch das Vermögen des Kreditinstituts sowie
- eine besondere Deckung durch die Kreditheiten
Anleihen: Anleihen sind Darlehen von Großschuldnern, die in Teilschuldverschreibungen zerlegt werden.
h) Der Handel mit Wertpapieren ist eine Aufgabe der Banken. Erläutern Sie mögliche Grundgeschäfte einer Bank und gliedern Sie diese systematisch ein.
Einlagengeschäft: Banken nehmen Geld von Privaten, Unternehmen und dem Staat als Einlage entgegen und verwalten es, bis die Einleger es wieder zurückverlangen. Für die Einlagen zahlen die Banken Zinsen an die Einleger.
Kreditgeschäft: Banken vergeben Kredite an Private, Unternehmen und den Staat. Dafür bekommen sie Zinsen von den Kreditnehmern.
Dienstleistungsgeschäft:
- Zahlungsverkehr: Banken führen die bargeldlosen Zahlungsverkehr für ihre Kunden durch und verwalten deren Konten. Außerdem geben sie Zahlungsmittel wie Kredit-/Debitkarten aus, die den Zahlungsverkehr vereinfachen. Die Dienstleistungsleistungen werden von den Kunden mit Gebühren bezahlt.
- Wertpapiergeschäft: Banken beraten ihre Kunden beim Kauf von Wertpapieren und sie vermitteln, verwahren und verwalten Wertpapiere für ihre Kunden. Auch für diese Dienste verlangen die Banken Gebühren.
- sonstige Dienstleistungen: sind z.B. An- und Verkauf von Fremdwährungen, Ankauf von Forderungen (Factoring), Verwaltung von Safes oder Betreiben von Vorsorgekassen.
Garantiegeschäft: Banken übernehmen Garantien und Bürgschaften für ihre Kunden, d.h. sie haften für ihre Kunden. Das ist vor allem für Unternehmen wichtig, wenn diese ihren (internationalen) Geschäftspartnern die Sicherheit bieten wollen, dass sie ihre Verpflichtungen einhalten werden. Erfüllt das Unternehmen seine Verpflichtungen nicht, zahlt die Bank dem Geschäftspartner Schadensersatz. Für die Übernahme von Garantien bekommen die Banken eine Gebühr (Haftungsprovision) von ihren Kunden.
AUFGABE 9
i) Unter Punkt d) haben Sie einen Zusammenhang zwischen Bilanz und G&V hergestellt. Was besitzt die Kostenrechnung die G&V? Wie berechnet sich der tatsächliche Wert eines Kostenträgers? Welche Schritte sind dabei notwendig? Trifft man Entscheidungen in der Kostenrechnung auf Basis der Voll- oder Teilkosten? Welche Kenngröße wird dabei zum Entscheidungskriterium? Stellen Sie einen Zusammenhang zum Engpassproblem her und erläutern Sie im Anschluss kurz die Break-Even-Analyse.
Kostenrechnung und G&V: Der Gewinn/Verlust eines Unternehmens wird in der Buchführung berechnet. In der Kostenrechnung werden die Zahlen aus der Buchführung u.a. für Kalkulationen und Programmentscheidungen verwendet.
Tatsächlicher Wert eines Kostenträgers: Kostenträger = Leistungen des Betriebs (Sachgüter & Dienstleistungen). Dieser Wert wird mit Hilfe der Zuschlagskalkulation berechnet.
Schritte der Zuschlagskalkulation: Mithilfe der Kostenartenrechnung wird berechnet, welche Kosten angefallen sind.
- In der Kostenstellenrechnung wird berechnet, wo die Kosten angefallen sind.
- Die Gemeinkosten werden mithilfe der Zuschlagssätze aus der Kostenstellenrechnung den Kostenträgern zugerechnet.
- Die Einzelkosten werden aus der Kostenartenrechnung übernommen.
| Kalkulationsschema |
|---|
| Fertigungsmaterial |
| + Materialgemeinkosten |
| = Materialkosten |
| Fertigungslohn |
| + Fertigungsgemeinkosten |
| = Fertigungskosten |
| Materialkosten |
| + Fertigungskosten |
| + Verwaltungsgemeinkosten |
| + Vertriebsgemeinkosten |
| = Selbstkosten |
| + Gewinn (in % der Selbstkosten) |
| = Nettoverkaufspreis |
Mithilfe der Zuschlagskalkulation werden die Herstellkosten, die Selbstkosten oder der Verkaufspreis des Kostenträgers berechnet.
Voll- oder Teilkosten?
Damit werden Kostenrechnungssysteme bezeichnet:
- Vollkosten: Alle Kosten (fix und variabel) werden berücksichtigt. Wird bei langfristigen Preisentscheidungen verwendet.
- Teilkosten: Nur die variablen Kosten werden berücksichtigt. Wird für kurzfristige Entscheidungen verwendet. Es kommt aber darauf an, wie variabel der Gemeinkostenblock ist und welche Reichweite die Rechnungsabgrenzung hat.
Entscheidungskriterium: Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem Nettoverkaufspreis und den variablen Kosten. Mit dem Deckungsbeitrag sollten die fixen Kosten abgedeckt und darüber hinaus ein angemessener Gewinn erzielt werden. Nettoverkaufspreis - variable Kosten = Deckungsbeitrag Ist die Summe der Deckungsbeiträge aller Produkte gleich der Höhe der gesamten Fixkosten, erreicht das Unternehmen die Gewinnschwelle. Der Deckungsbeitrag ist also nicht mit dem Gewinn gleichzusetzen. Er sollte höher sein als der Gewinn, da er auch die fixen Kosten abdecken hat.
Engpassproblem: In der kurzfristigen Programmplanung werden jene Produktions- und Absatzmengen ermittelt, mit denen das Unternehmen den höchstmöglichen Gewinn erzielt. Dafür ist es wesentlich, ob und wie viele Engpässe es gibt. Unter einem Engpass versteht man nicht ausreichende Kapazitäten im Produktionsbereich. Die Produkte werden dann nach der Höhe ihres Deckungsbeitrags gereiht und von jenen beginnend mit den höchstmöglichen Absatzmengen eingeplant, bis die Kapazität des Engpasses aufgebraucht ist.
Break-Even-Analyse: = Gewinnschwellenanalyse Mit der Break-even-Analyse wird der Break-even-Point (Gewinnschwelle) ermittelt. An diesem Punkt sind die Erlöse gleich hoch wie die Gesamtkosten, somit sind alle Kosten gleich gedeckt. Der Break-even-Point zeigt an, bei welcher Produktionsmenge ein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet wird (= Break-even-Menge). Wird der Punkt überschritten, entsteht ein Gewinn. Wird er unterschritten, entsteht ein Verlust. Der Break-even-Umsatz ist der Umsatz, bei dem Kostendeckung erreicht wird.
Break-even-Point: ODER
Break-even-Umsatz: Break-even-Menge Nettoverkaufspreis/Einheit ODER ()
(Grafische Darstellung der Break-Even-Analyse mit Kosten/Erlösen auf der y-Achse und Menge auf der x-Achse. Schnittpunkt von Gesamtkosten und Erlösen ist der Break-Even-Point. Bereich links davon ist Verlust (rot), rechts davon Gewinn (grün).)
ANGABE - PAUL TRUCKER KG
1. Geschichte und Unternehmensprofil
Das Transportunternehmen Paul Trucker KG zählt mit seinen europaweiten Standorten, welchen 20 Standorte in 11 Ländern umfasst, für Qualität und Zuverlässigkeit. Um stets speziellen Herausforderungen an sich und Kunden, unsere Kompetenz und Freundlichkeit das Beste geben, setzen wir gerne zeitnah an schwierigen Aufgaben an und finden zur vollen Zufriedenheit unserer Kunden - mittels Kompetenz und Flexibilität - maßgeschneiderte und individuelle Transport- und Logistiklösungen. Dabei legen wir viel Wert auf Rücksichtvolle Strenge bei Umwelt. Unsere Fahrzeuge sind mit modernster, umweltschonender Technologie ausgestattet und wenn möglich, verlagern wir den Transport von der Straße auf die Schiene. Mit der Unternehmenszentrale in Graz/Österreich sowie Niederlassungen, Tochterunternehmen und Kooperationen in Österreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien, Spanien, Frankreich, Belgien, Griechenland, Dänemark, Schweden und Tschechien ist die Trucker KG einer der führenden Transportunternehmen Österreichs. Das Unternehmen besteht seit 150 Jahren und ist ein österreichisches Familienbesitz. Die Trucker KG beschäftigt insgesamt ca. 2.650 Mitarbeiter (davon etwa 925 in Österreich) und erzielte im letzten Geschäftsjahr einen konsolidierten Jahresumsatz von € 462.000.000,-. Unsere jahrzehntelange Erfahrung im nationalen und internationalen Güterverkehr und unsere Konsequente Orientierung an die Anforderungen unserer Kunden machen uns heute auch kontinuierlich wachsen lassen. Die Trucker KG verfügt heute über einen eigenen LKW-Fuhrpark mit ca. 1.500 modernen Einheiten, sowie ca. 1.100 Aufliegern, wobei ausschließlich schadstoffarme, umweltfreundliche Zugmaschinen zum Einsatz kommen. Seit 2010 ist die Trucker KG auch mit stark wachsenden Marktanteilen im Bereich des unbegleiteten kombinierten Verkehrs (Straße - Schiene) tätig. Dies war ein Geschäftsfeld und ein erster Schritt mit eigenen, bewährten Containerzügen abgewickelt, die anfangs zwischen den verschiedenen Containerterminals in Graz (A) und Thessaloniki (GR) pendelten. Inzwischen fahren unsere Güterzüge auch nach Rumänien, in die Türkei und seit Kurzem auch nach Tschechien. Auch hier handelt es sich beim Um- oder Bypass damit jährlich fast 25.000 LKW-Straßentransporte auf die umweltfreundliche Schiene. Unser Fuhrparkmodell umfasst alle Aspekte des Straßengüterverkehrs. Unser Leistungsspektrum wird durch den nationalen Verkehr (NV) auf die wichtigsten europäischen Bahnverbindungen und modernste Lagerlogistik ergänzt. Wir garantieren optimalen Kundennutzen dank unseres flächendeckenden Niederlassungsnetzes.
2. Daten und Fakten
| Mitarbeiter | 2.650 |
|---|---|
| Umsatz | € 462.000.000,- |
| Zugmaschinen | 1.500 |
| Auflieger | 1.100 |
| Container | 1.200 |
| Straßentransporte/Jahr | 500.000 |
| Schienentransporte/Jahr | 75.000 |
3. Qualität
Der höchste Standard unserer Zertifizierung (Annerkannte ISO 9001:2000, SCC**, SQAS, IFS, BIO, inklusive SQAS Tankreinigung (EFTCO Standard) wird ständig weiterentwickelt und jährlich durch Auditoren des TÜV überprüft, sowie durch spezifische Audits unserer Kunden z.B. im Bereich AMPO und GDP etc.) ergänzt. Spezielle Schulungsprogramme (beginnend mit Schulungen im Bereich der Ladungssicherung, Bauform VDI 2700ff) oder im Rahmen der Lenkers Akademie bis hin zu modernsten Fahrertraining-Kurse und Schauessen. Damit wird nicht nur ein eigener Sicherheitsstandard, wie ein innovatives System der betrieblichen Gesundheitsförderung. Abgerundet wird das Framework der Qualitätssicherung durch modernes Equipment, welches über IT- bzw. Kommunikations- und Überwachungssysteme auf den jeweils aktuellen Stand der Technik.
4. Die Umwelt ist uns wichtig
Für uns ist der Schutz der Umwelt und nachhaltige Transportlösungen ein wichtiges Anliegen und fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Unsere LKW Flotte entspricht stets den neuesten ökologischen Richtlinien und wird von Fachkräften gewartet. Energiesparmaßnahmen in Gebäudeberich sind für uns ebenso Bestandteil der ISO 14001:2008 zertifizierten Umweltmanagements wie die Mitarbeit an verschiedenen Programmen für zukunftsorientierte und emissionsreduzierte Logistik. Durch intelligenzgesteuerte, effiziente Disposition in Zusammenspiel mit modernsten vernetzten EDV Systemen helfen wir den Leerkilometeranteil so gering wie möglich und leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion im Straßentransport. Ergänzend zu den umweltrelevante Maßnahmen im Straßentransport verlagern wir durch unser Geschäftsfeld intermodale Transporte relevante Volumina von der Straße auf die Schiene und leisten auch hier unseren Beitrag zur Verwirklichung nachhaltiger Transportlogistiklösungen. Unsere Kompetenz in Sachen Klimaschutz wurde heute auch durch das interschock Unternehmen und die Verleihung des Klima-aktiv-Siegels ausgezeichnet.
5. IT & Sicherheit
- WMS mit Standard-Schnittstellen zu ERP-Systemen wie SAP, ORACLE, STEEB, NAVISION, MOVEX, etc.
- Leistungsfähiges, datenbankgestütztes Warehouse-Management-System (WMS)
- Partnerschaftlicher Datenaustausch mit Kunden und anderen Softwaresystemen via EDI, i-DOCS, XML, FTP, etc.
- Kundenservice über Online-Portal Rückantwort in allen Lagerbereichen
- Kommunikation aller Trucker IT-Systeme durch eine Host-und-Netzwerkarchitektur
- Hochverfügbarkeitsnetzwerke inklusive
- Eigenentwickelte Betriebsgelände inkl. Videoüberwachung
- Brandschutzanlage
- Sendungsverfolgung durch modernsten Tracking & Tracing (Plattform Trucker Info)
- Kontinuierliche Temperaturüberwachung mit gezielter Alarmfunktion
6. Straßentransport
Unsere moderne Fuhrpark besteht aus ca. 1.500 ziehende Einheiten, welche mit neueste umweltfreundliche Technologien, wie EURO 5/6 ausgestattet und moderne Kommunikationssysteme wie GPS-Ortung und Mobilfunk sowie Teil unseres hohen Servicestandards Die Einheiten unserer Fuhrparks sind nahezu unbegrenzt für jede Transportanforderunger unserer Kunden finden wir die optimale Lösung. Schwerpunkte: Europaweit sind wir für den industriellen Bau und die Stahlindustrie mit folgendem Equipment tätig:
- 70 Stück für überbreite Transporte bis 3,2 m
- vollständig gedeckt
- 20 Stück mit integriertem Radmulden
- Schiebeplanen vollständig gedeckt
- 30 Stück Megatrailer für Volumentransporte
Sämtliche Fahrzeuge verfügen über eine Sondergenehmigung für ganz Europa und sind täglich einsatzbereit. Für die termingerechte Disposition können wir auf unsere jahrelange Erfahrung sowie Begleitungen organisiert werden. Transporte: Chemiekalientankwagen:
- Ein-Kammer:
- 32 m³ (200 mm Isolierung/Steigrohr/elektrische Heizung/Schnellläufer/Dampfanschluss/2,3 bar/bis 240°C Temperatur/V4A)
- 30 m³ (100 mm oder 150 mm Isolierung/Steigrohr/Schnellläufer/elektrische Heizung/Dampfanschluss 1,2,3 bar/V4A)
- 37 m³ (100 mm Isolierung/Steigrohr/Schnellläufer/elektrische Heizung/Dampfanschluss/2,3 bar/V4A)
- Mehr-Kammer:
- 3-Kammer 30-35 m³ (gemäß Kammergrößen/100 mm Isolierung/Dampfanschluss/1 bar/V4A)
- 3-Kammer JUMBOS (15-7-20-14,01/100 mm Isolierung/Dampfanschluss/1 bar/20 m³ Kammer bis 240°C/V4A)
- 4-Kammer 33 m³ (10,5/5/5,5/10,5/100 mm Isolierung/Dampfanschluss/2 bar/V4A)
7. Unser Ziel
Als expandierendes Unternehmen bilden wir immer weiter sichere Arbeitsplätze für engagierte neue Mitarbeiter aus und fördern sie gerne in ein erfolgreiches Team integrieren. Ob in der Logistik, als LKW-Fahrer oder im Büro, auch das Arbeiten in eine unserer ausländischen Filiale ist möglich. Darüber hinaus feiern wir heute unser 150-jähriges Firmenjubiläum. Außerdem wird uns ein geeigneter Standort in Luxemburg angeboten um eine weitere Niederlassung zu gründen.
ANHANG - ZU DEN AUFGABEN
zu Aufgabe 1
Ein Freund überlegt, einen eigenen Standort in Luxemburg zu übernehmen. Sie erhalten folgende Bilanzen und die entsprechenden G&V-Rechnungen:
| Aktiva | 31.Dez.2023 | 31.Dez.2025 | Passiva | 31.Dez.2023 | 31.Dez.2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | Kapital | ||||
| Gebäude | 2.500,- | 7.200,- | Eigenkapital | 49.750,- | 50.700,- |
| Fuhrpark | 27.800,- | 21.500,- | |||
| Geschäftsausstattung | Rückstellungen | 2.200,- | 5.700,- | ||
| Wertpapiere | 62.500,- | 61.300,- | |||
| LKW-Ausrüstung | 3.700,- | 2.800,- | Verbindlichkeiten | ||
| sonstige Forderungen | 3.500,- | 3.900,- | Darlehen | 48.000,- | 40.000,- |
| Kassa, Bank | 10.120,- | 15.100,- | Lieferverbindlichkeiten | 33.300,- | 44.800,- |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 1.100,- | 800,- | |||
| Gesamt | 131.220,- | 112.600,- | Gesamt | 133.220,- | 139.300,- |
(Anmerkung: In der Tabelle oben stehen Werte, die nicht ganz mit der Summe übereinstimmen, ich habe die Werte aus dem Bild übernommen.)
Gewinn & Verlustrechnung (in 1.000)
| Posten | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 591.500,- | 556,2 |
| + sonstige betriebliche Erträge | 900,- | 0,9 |
| - Wareneinsatz | 458.800,- | 427,6 |
| - Personalaufwand | 71.400,- | 69,3 |
| - Aufwand für Sachanlagen | 7.200,- | 7,9 |
| - Abschreibungen | 12.500,- | 36,2 |
| - Zinsaufwand | 21.900,- | 15,7 |
| Gesamteinnahmen (EGT = Jahresüberschuss) | 19.500,- | 12,7 |
Es sind folgende Tatbestände zu berücksichtigen:
- Lieferforderungen und sonstige Forderungen sind kurzfristig.
- Von Darlehen sind jeweils € 8.000,- am 10. Juli des nächsten Jahres zu zahlen.
- Die Rückstellungen haben zu 50% kurzfristigen, zu 50% mittelfristigen Charakter. Die Kreditorenschulden sind kurzfristig.
zu Aufgabe 2
Herr Paul Trucker erkennt, dass eine weitere Rationalisierung durch Anschaffung einer EDV-Anlage für den LKW-Fuhrpark (inkl. neuer Programme) wichtig ist. Er bittet Sie um eine diesbezügliche Berechnung, da er sich für eine von drei auf dem Markt zur Verfügung stehenden unterschiedliche Systeme entscheiden möchte.
- System X:
- Anschaffungswert € 50.000,-
- Nutzungsdauer 8 Jahre
- jährliche Kosteneinsparungen € 5.000,-
- Restwert € 1.000,-
- System Y:
- Anschaffungswert € 40.000,-
- Nutzungsdauer 8 Jahre
- jährliche Kosteneinsparungen € 6.000,-
- Restwert € 3.000,-
- Zinssatz 8%
zu Aufgabe 3
Sie benötigen einen neuen Minibus. Der Minibus soll nach einer Nutzungsdauer von 5 Jahren wieder verkauft werden. Nach einer ersten Analyse stehen 5 Typen (1, 2, 3, 4 & 5) zur Wahl, die durch folgende Daten gekennzeichnet sind:
| Kriterien | Typ 1 | Typ 2 | Typ 3 | Typ 4 | Typ 5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Preis | € 20.000,- | € 25.000,- | € 27.500,- | € 22.000,- | € 32.000,- |
| Benzinverbrauch | 6,5 l/100km | 9,3 l/100km | 11,2 l/100km | 7,8 l/100km | 10,6 l/100km |
| Servicekosten | € 450,- | € 500,- | € 550,- | € 700,- | € 350,- |
| Komfort | groß | groß | gering | sehr groß | mittel |
| Reparaturanfälligkeit | gering | sehr gering | gering | gering | sehr groß |
Zusatzinformationen sind:
- Preis nicht über € 27.000,-
- Gute Servicequalität, da bei Ausfall des Busses mit Goodwill-Verlusten zu rechnen ist.
- Gute Fahrstabilität, da u.U. auch unwegsame Wege (z.B. enge Kurven) befahren werden müssen.
zu Aufgabe 5
Sie sollen überprüfen, ob sich die Beschaffungs- und Lagerkosten für die Werkstoffe W1 bis W6 verringern lassen. Dazu wurde von der Einkaufsabteilung folgende Daten über den Verbrauch zusammengestellt:
| Nr. | Artikel | Verbrauch/Periode (Stk) | Bezugspreis/Stk |
|---|---|---|---|
| 1 | W1 | 5.350,- | 60,- |
| 2 | W2 | 2.400,- | 2,1 |
| 3 | W3 | 6.000,- | 250,- |
| 4 | W4 | 300,- | 43,- |
| 5 | W5 | 72.000,- | 3,- |
| 6 | W6 | 4.800,- | 415,- |
zu Aufgabe 6
Am Weg in Ihr Büro kommen Sie an einem Lager vorbei. Ein Lehrling spricht Sie an und fragt, ob Sie wissen, was eigentlich der Zusatz KG bedeutet.
zu Aufgabe 7
In wenigen Wochen soll das 150-jährige Firmenjubiläum gefeiert werden. Herr Paul Trucker bittet Sie daher zu einem kurzen Brainstorming. Sie machen sich pflichtbewusst schon im Vorfeld bereits Gedanken über eine mögliche Werbestrategie.
zu Aufgabe 8
- Am 20.05.2024 wird die Feuerversicherung in Höhe von € 3.600,- für ein Jahr im Voraus mittels Banküberweisung bezahlt.
- Am 23.07.2024 erhält die Firma Trucker KG für veraltete Wertpapiere Zinsen in Höhe von € 2.400,- für ein Jahr im Nachhinein auf dem Bankkonto gutgeschrieben.
ENDE 13.2. +